Produktvergleich: Siemens SOMATOM Sensation Open vs. Zott Monte Maxi

Heute möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mit zwei Produkten mit euch, liebe Leser, teilen.
Es geht zum Einen um den Computertomographen SOMATOM Sensation Open von Siemens, zum Anderen um den Monte Maxi von Zott. Ich muss zugeben, dass ich mit Produkten aus dem Hause Siemens bereits mehr Erfahrungen gemacht habe als mit Produkten aus dem Hause Zott (Stabmixer, Staubsauger, Merchandise-Notizblock), insofern könnte mein Urteil letztendlich ein wenig beeinflusst sein – ich bin mir aber nicht im Klaren, in welche Richtung. Das, liebe Leser, müsst ihr entscheiden.

SOMATOM Sensation

Der SOMATOM Sensation (nicht im Bild), scheu und unschuldig wie ein samtenes Reh (Quelle: Siemens)

Ich möchte bei meinem Vergleich zunächst mit einem eher ungewöhnlichen Aspekt anfangen: dem Marketing-Konzept. Während Zott seit Jahren Fernsehwerbung schaltet, hält sich Siemens hier sympathisch zurück und lässt das eingesparte Geld lieber dem Kunden zukommen. Siemens betont, dass Kosten-Effektivität eine hohe Priorität bei der Entwicklung hatte. Zott hat dem nichts Substantielles entgegenzusetzen und bedient lieber die leicht versnobte „Geld spielt keine Rolle“-Mentalität – nun, jeder wie er will. Sympathisch sieht für mich aber anders aus, bescheidene Zurückhaltung punktet hier klar, 1:0 für Siemens.

Monte Maxi

Eine verspielte Referenz an die Apartheid, die Lösung steht dem Nutzer frei (Quelle: Zott)

Der nächste Punkt ist das Äußere, langsam wollen wir zum Kern vordringen. Zott kommt in einem fresh-jugendlichen Design daher, zweifarbig braun und weiß. Unweigerlich drängt sich einem dieser Kontrast auf, überträgt man sie auch metaphorisch auf die Gesellschaft: hier setzt Zott Akzente in der Corporate Social Responsibility, ist sich all der politischen Spannungen bewusst, bleibt aber – wenn auch etwas gutmenschelnd – weitestgehend neutral im Statement. Der Siemens, sowieso einfarbig bis auf ein helles Blau, gibt sich hier zu zurückhaltend, ja steht mit seinem Namen gar für offene Langeweile („Open Bore Technologie“). Da kommt auch bei 120 Umdrehungen pro Minute keine rechte Dynamik auf, dreht sich doch sowieso alles im Kreis. Und damit wären wir auch beim Formenspiel von Siemens: es ist schlicht nicht vorhanden! Eine runde Öffnung, toll. Der Monte Maxi bietet gleich vier, noch dazu eingebettet in eine quadratische Gesamtform. Das ist Synergie! Bleiben wir bei der sportlichen Punktestands-Metapher, es steht nun 1:1.

Kommen wir zum Innenleben der beiden Kontestanten. Zotts Schokoleckerei enthält 829 Kilojoule, der Sensation Open läuft mit 50 kW, läuft also locker mehr als 16 Sekunden mit der gleichen Energie und scannt damit fast 80 cm (48 mm/s). Rechenfehler vorbehalten. Zott enthält allerdings auch noch 2,8 g Eiweiß, das sollte als essentieller Nährstoff in keinem Produkt fehlen. Der SOMATOM kann da nur mit einer Strahlendosis aufwarten, doch selbst die ist laut Herstellerangaben ziemlich gering.
Bei der Auflösung kann dann Siemens wieder durchstarten: 40 Slices pro Umdrehung sind heute zwar sicher nicht mehr High-End, aber mit 0,33 mm Präzision (isotropisch!) kann Monte nicht mithalten, trotz langjähriger Versuche des Herstellers, die Auflösung zu verbessern. Beide Produkte können Spuren von Haselnüssen enthalten.

<em>Sensation</em>elle Sitzmuschel

Die offene Gantry lädt auch zur Gemütlichkeit ein, wenn Gäste kommen (Quelle: Siemens)

Alles in Allem wird man sich entscheiden müssen, wenn das Geld nur für eines der Produkte reicht. Ist man eher der häusliche Typ mit Hang zu Metabolismus und Beständigkeit, sich aber nicht zu schade, auch mal einen drauf zu machen, so ist man sicher mit dem Siemens gut beraten. Dem Businessmensch mit dem Faible für 8bit-Musik wird dagegen eher der Zott Monte Maxi liegen, auch wenn der wahrlich nicht so gute Diagnose-Ergebnisse liefert. Der Weichteilkontrast bliebe aber so oder so gering, was den Party-Spaß allgemein schmälert.

Persönlich tendiere ich eher zum Siemens, deren Stabmixer schon gute Dienste geleistet hat (ist aber mühsam zu säubern), meine aber, dass man beides mal probiert haben sollte. Den Siemens gerne öfter, den Zott an besonderen Tagen, oder eben nur mal zum Probieren. Mit 13,3 g Fett ist er ja durchaus forgiving.

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