Wo bleibt der Regen?

„Trocken“, Bauer Jörgen stampft dabei auf den Boden. Ja, Regen habe dieser Boden lange nicht mehr gesehen. „So hoch müsste der Weizen stehen“, er zeigt mit seiner Handfläche auf die Höhe seines Oberschenkels. Ich frage ihn, was das für Konsequenzen habe. „Kaum Korn, das wird dieses Jahr keine Rekordernte…“, aber ich höre schon nicht mehr zu. Ich frage mich, wo der ganze Regen geblieben ist. Und wieso will er nicht mehr auf die Felder?

Ich begebe mich zur ersten Anlaufstelle, dem deutschen Wetterdienst in Offenbach a. Main. Dort spreche ich mit dem Zuständigen für „Regen und andere nasse Sachen“, er erklärt mir, dass der Regen von der Bankenkrise nicht unberührt geblieben sei. „So wie jeder Bürger seine Anlagen und jede Firma ihr Kapital in trockene Tücher bringen wollte, so tat dies der Regen auch“, belehrt er mich. Es scheine so, als hätte er Angst zu investieren. Lieber lege er in Gold an: „Die Leute wollen etwas Greifbares haben, nachdem so viele große Zahlen durch die Medien wandern, die keiner begreifen kann.“ Dem Regen gehe es da nicht anders. Wie seine Prognosen für die Zukunft aussehen? „Ja, das wir sich zeigen, es kommt vor allem auf…“, aber ich bin schon weiter. Ich muss den Regen direkt fragen.

Nun bin ich auf der Suche nach dem Regen. Ich finde ihn in der Firmenzentrale. Ein großer Klotz umgeben von einem Flüsschen. „Wie passend, das ist ja fast schön wie…“ und ich gehe an den Empfang, von wo aus ich in einen großen Konferenzraum geführt werde. Seine Sekretärin versichert mir, er werde gleich kommen. Nun was soll ich sagen, es ist einige Zeit vergangen und er ist immer noch nicht da.

Vorgestern bekam ich noch eine Mail vom deutschen Wetterdienst, dass sich der Regen langsam auf der Wetterkarte wieder zeige.

Da kann ich nur sagen, Gott sei Dank hat der Regen seine….

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