Realm of Possibility

Heute möchte ich über ein wichtiges Thema schreiben: Genderkompetenz und Queerversity. Wie ein sehr beachtlicher Beitrag des GenderKompetenzZentrums ausführt, ist Queerversity

…eine Strategie, die auf die kritische Umarbeitung gängiger Diversitätspolitiken (diversity politics) abzielt. Anliegen ist es, eine verstärkte Aufmerksamkeit für die im Bereich sozialer Differenz­konstruktionen wirksamen Machtprozesse zu entwickeln. Hierbei gilt es inbesondere der Kritik an Positionen Raum zu verschaffen, die den Umgang mit Differenz an Nutzbarkeitskriterien koppeln.

Daraus folgt zwagsläufig, dass sowohl Vielheiten (Multiplizitäten)  als auch Vielfalt zu unterscheiden und fördern sind oder in den Worten des GKZ:

Ziel ist es, nicht nur Vielfalt, sondern Vielheit (Multiplizität) zu befördern.

Man muss folglich, das ergibt sich zweifellos aus dem oben Gesagten, Rückführ und Rückschau (retrospect) auf postpatriachalische Strukturprozesse als solche identifizieren (freilich in ihrer Ver- und Beschränktheit!) und mutatis mutandis die unanständig offenbare, autologische Imbezillität der Konvergenten als geistesgeschichtlichen Vektor mit deutlicher Richtung (und Gegenrichtung) anerkennen. Der Abbruch des Diskurses ist in diesem Kontext gleichermaßen der Beginn von Neuem als auch der Anschluss an die Tradition. Der Beitrag assumiert darüber hinaus, dass

sich innerhalb (anerkannter ebenso wie diffamierter) Formen von Identität und Differenz immer auch weitere Dimensionen von Andersheit entfalten, die unhintergehbar sind und sich der Regulierung oder kontrollierenden Stillstellung, oftmals auch der Benennung entziehen.

Das unbenannte Unsägliche und Unsagbare, welches allenthalben subliminal in jedweder Klaräußerung unterschwellig mitschwingt, ist deshalb, selbst bei der Betrachtung einer profanen Entität wie einem Stück Holz (auch Holz ist bifazial, hat Animus und Anima als festen Bestandteil, denn es gibt kein Entkommen aus der Zwangsläufigkeit), als amplifizierbare Vibration zu verstehen, dessen globaler Weltnukleus die unleugbare genitale Technokratisierung  bildet, statisch wie dynamisch, paraphrasiert als eine ab initio und von Anfang an vorhandene, präfigurierte Steigerungsformation maladaptiver Konsequentionalismen (und Inkonsequentionalismen). Das GKZ behauptet füglich und mit Recht, wenngleich heroisch formuliert, Queerversity verenge

Diversitätspolitiken nicht auf den Umgang mit definierten Identitäts- und Differenzpositionen. Vielmehr produziert es Irritationen und Unter­brechungen gängiger Normalitätsvorstellungen.

Und schließt mit dem inzwischen evident gewordenem Statement, Queerversity ist das Einführen der Differenz des Differenten in die Diversität. Dessen einleuchtende Klarheit und Sinnfälligkeit  die Notwendigkeit der Queerversity aus dem Jargon der Eigentlichkeit ins Allgemeinverständliche transformiert.

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